WS
2009/2010 Preuß Examen Übersetzung: mock exam 22/12/09
Text 9 (model answer)
Staatsexamen Frühjahr 2008
“Mock
exam”: boxed-in passage only!
Neben nicht gerade hilfreichen Bildern und Erinnerungen erlebte Großbritannien in den 80ern und 90ern des 20.Jahrhunderts mehr offen geäußerte anti-deutsche Vorurteile unter seinen Machthabern [unter denen, die das Land regierten] als zu irgendeiner Zeit seit 1945. Im Rahmen ihres weiter gefassten [breiter angelegten] Ziels, Großbritannien international wieder mehr Gewicht zu verleihen [zu stärken], hegten Margaret Thatcher und einige ihrer ranghöchsten Minister tiefen [einen tiefsitzenden] persönlichen Argwohn gegen alles Deutsche [gegenüber allem Deutschen].
Obwohl dies größtenteils offene Geheimnisse waren, auf die man aus ihren [auf Grund ihrer] öffentlichen Äußerungen schließen konnte, entluden sie sich in den Jahren 1989 – 92 eruptionsartig an der Oberfläche. Im Gegensatz zu den nahezu Gleichaltrigen, die selbst gegen Deutschland gekämpft hatten und von dem Wunsch beseelt [durchdrungen] heimgekehrt waren, sicherzustellen, dass es nie wieder zu solch einem Krieg komme, war Thatcher nie über ihre Erfahrung hinweggekommen [auch: hatte .. tiefsitzende Spuren in T. hinterlassen] damals als Zivilistin von der deutschen Luftwaffe bedroht worden zu sein. Als Premierministerin war sie ständig verwundert, dass die Leute, die sie umgaben [Leute in ihrem Umkreis], ihre Ansichten nicht teilten [auch: ihre Umgebung ... nicht teilte] und sie suchte (sich) Berater, die dies taten [die gleicher Ansicht waren] , wie insbesondere ihr(en) Privatsekretär Charles Powell. Als sie Historiker, die wegen [auf Grund] ihres Fachwissens über Nachkriegsdeutschland ausgewählt worden waren, zu Rate zog [konsultierte], belehrte sie sie darüber [hielt sie ihnen einen Vortrag], was sie ihr raten sollten, im allgemeinen das, was sie sowieso schon beabsichtigte; [...] Wenn man ihren Ansichten widersprach [ihre Ansichten in Frage stellte], verkündete sie, dass sie nicht an „nationale Schuld“ glaube, wobei sie (allerdings) hinzufügte, „aber ich glaube (wohl) an einen Nationalcharakter“.
Als man sie an die Höhe des deutschen Beitrags zum EU-Haushalt erinnerte, antwortete sie, „es war schon immer eine falsche Wortwahl, wenn man die Deutschen die Zahlmeister Europas nannte. Die Deutschen haben die ganze Zeit über (schlicht und einfach) nur Reparationen für all das bezahlt, was sie während des Krieges angerichtet haben. Sie fand auch keinen Trost in Westdeutschlands wirtschaftlicher Stärke, die die Demokratie seit 1945 aufrechterhalten [gestützt] hatte, denn sie „glaubte niemals, dass der deutsche Nationalismus tot sei“; sicherlich würden jüngere Deutsche die Wiedervereinigung anstreben [nach Wiedervereinigung streben] und ihrem Land wieder zur Vormachtstellung in Europa verhelfen. [...] Es war daher (großes) Pech für sie [sie hatte daher als Premierministerin das (große) Pech], dass sie als Premierministerin dazu gezwungen war, das nach dem Krieg von ihren Vorgängern gegebene Versprechen, die Wiedervereinigung Deutschlands zu unterstützen, zu erfüllen.
Bei ihrem Bemühen den Prozess zu blockieren argumentierte
sie wie die Sieger von 1945, nämlich dass die deutsche Einheit eine zu
bedeutende Angelegenheit sei, als dass sie von den Deutschen selbst entschieden
werde könne, aber sie erhielt keine ins Gewicht fallende Unterstützung von
irgendjemandem, auf den es ankam. Als Russland, Amerika und Frankreich alle die
deutsche Einheit akzeptierten, hatte sie kaum eine andere Wahl [blieb ihr kaum
etwas anderes übrig], als anzuerkennen, was geschehen war, aber selbst dann
noch stimmte sie erst [nur] zu [gab sie ihre Einwilligung erst], als man ihr
zusicherte, es würden „beträchtliche“ britische, französische und
amerikanische Truppenkontingente [Streitkräfte] auf deutschem Boden
(stationiert) bleiben und zwar nicht, um eine sowjetische sondern (um) eine
deutsche Bedrohung einzudämmen [in Schach/unter Kontrolle zu halten]. Dies war,
wie sie es in ihren Memoiren ausdrückte, „ein Fall, in dem sich die von mir
verfolgte Außenpolitik als eindeutiger Fehlschlag erwies“.
Time
allowed for the whole text:120 minutes; time allowed for the boxed-in
passage: 90 minutes
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Don't Mention the War, SPECIAL (Ramsden)
Fawlty Towers: “The Germans”: a) (excerpt) www.spike.com/video/fawlty-towers-dont/2795405
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